Deutschland wird die Freiheit der belarussischen politischen Gefangenen fordern
03/02/2007 - 10:34 / Dritter WegDer deutsche Botschafter in Belarus, Martin Hecker, besuchte heute, am 1. März, den politischen Gefangenen Nikolaj Statkevich, Vorsitzender der sozialdemokratischen Partei (Hramada) und Koordinator der Europäischen Koalition. Der Politiker sitzt 2 Jahre Freiheitsentzug in der sogenannten „Chemie“ im Dorf Blon (Kreis Puchowitschi, Gebiet Minsk) ab. Der Führer der Sozialdemokraten wurde 2004 für die Organisation friedlicher Protestaktionen gegen die Fälschungen der Ergebnisse des Referendums verurteilt, das Lukaschenko eine dritte Amtszeit ermöglichte.
Nikolaj Statkevich teilte dem Pressezentrum Chartyja’97 mit, dass der deutsche Diplomat während des Treffens sagte, Deutschland beunruhige die Tatsache, dass es in Belarus politische Häftlinge gäbe. „Herr Hecker sagte mir, dass Deutschland die Situation der politischen Gefangenen in Belarus aufmerksam verfolgen und konsequent deren Freilassung fordern werde“, sagte der Chef der Sozialdemokraten.
Statkevich wiederum rief den deutschen Botschafter dazu auf, den politischen Häftlingen, die sich momentan in belarussischen Haftkolonien befinden, mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Hierbei geht es über den Ex-Präsidentschaftskandidaten Alexander Kozulin, der in der Vitebsker Strafkolonie einsitzt, die Menschenrechtlerin Jekaterina Sadovskaja, die in eine Gomeler Frauenhaftanstalt gebracht wurde und den Chef der „Malady Front“, Zmicer Dashkevich, in der Kolonie von Shklov.
„Diese Menschen haben es momentan am schwersten. Sie sind komplett von der Gesellschaft abgeschlossen, wir wissen nichts über ihren Gesundheitszustand und über ihre Haftbedingungen. Es ist unbedingt notwendig, die Situation dieser Personen ständig im Auge zu behalten und für ihre Freilassung zu kämpfen“, sagte Nikolaj Statkevich dem Pressezentrum Chartyja’97.
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